Wie werden die Döbelner bei Katastrophen gewarnt?
Am 4. Mai heulten in Mittelsachsen die Sirenen! Es war nur
ein Test! Nur in Döbeln blieb alles still! Warum? Weil es in Döbeln keine
Sirenen mehr gibt. Die wurden vor Jahren schon abmontiert. Man verständige zum
Beispiel im Hochwasserfall die betroffenen Firmen und Bürger per Handy und
Lautsprecherwagen, heißt es. Also 2002 hat das mit dem Handy schon mal nicht
richtig funktioniert und wenn man heute einen Lautsprecherwagen auf der Straße
quäken hört – wer denkt denn da gleich an einen Katastrophenalarm?
Bis man das Fenster aufgerissen hat und vorher alle
Blumentöpfe weggeräumt hat, ist der Wagen mit seinen genuschelten Ansagen
längst um die nächste Ecke und man bleibt ratlos zurück.
Es wäre daher sinnvoller wieder Sirenen auf Dächern in
Döbeln zu installieren, um die Bevölkerung schnell und gleichzeitig zu warnen.
Andere Städte, die ebenfalls ihre Sirenen abgebaut haben,
denken bereits wieder um. Die Stadt Roßwein plant auf dem Dach der Feuerwache
wieder eine Sirene und einen Lautsprecher zu errichten, weil sich eben die
Durchsage per Lautsprecherwagen als wenig effektiv erwiesen hat.
Das man sich in Döbeln dem offensichtlich verwehrt und an
den Lautsprecherwagen festhalten will, ist unverantwortlich. Zumindest ergab
dies eine Anfrage von mir im Stadtrat.
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